• Vater und Sohn

    Spaß am LesenVater und Sohn

    Ich kann mich an meine erste Lektüre erinnern, an das Große Wilhelm-Busch-Album meiner Mutter. Meine Geschwister und ich haben diese Geschichten verschlungen, ohne lesen zu können. Wir kannten Max und Moritz, den Affen Fips und die Fromme Helene  schon lange vor der Einschulung.

    Hier  aber möchte ich an Erich Ohser erinnern, der ein trauriges Schicksal erlitt. Seine bekannten Bildergeschichten um einen gutbürgerlichen vater und seinen kleinen, pfiffigen Sohn  lassen den fürchterlichen Druck nicht erahnen, unter dem ihr Zeichner während der Nazizeit stand.

     

     

    einfach mal anklicken, um die Seite über e.o.plauen zu lesen

     

     


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  • Commentaires

    12
    hdor Profil de hdor
    Mercredi 18 Août 2010 à 13:59

    Schön, dass ihr so gut mitmacht, alles gelesen und alles angesehen! Im Kästner-Museum war ich auch, es war lustig drin, es gab viele Schubladen aufzuziehen und ich habe viel über die Kindheit und Jugend des Autors erfahren, 

    im übrigen hat er eine komplizierte Beziehung zu seinem Vater gehabt, den die Mutter wohl immer  übertrumpfen wollte, an Aufmerksamkeit und frischer Wäsche. 

    Das Leben als Einzelkind possessiver Eltern ist und war wohl noch nie einfach! 

    11
    karinkornelia Profil de karinkornelia
    Mercredi 18 Août 2010 à 12:04

    Ich war in Dresden im Kästner-Haus und habe ein V&S-Büchlein gekauft, weil ich den Stempel vom Kästnerhaus bekommen habe. Über die drei Erichs habe ich inzwischen auch gelesen.
    Es gibt T-Shirts für Väter und Söhne, bei diesem Bild finde ich so witzig, dass der Sohn die Frisur des Vaters hat und umgekehrt.


    http://www.facebook.com/photo.php?pid=2557070&fbid=124476316654&id=79823591654&ref=mf

    10
    Petit Larousse Profil de Petit Larousse
    Mardi 17 Août 2010 à 09:56

    Mein Kommentar kommt etwas spät, aber trotzdem: Die E.O. Plauen-Geschichten sollten das wahnsinnig patriarchalische "Vaterbild" um 1900, das auch nach 1918 noch autoritätsfixiert bis zum Gehtnichtmehr war, konterkarieren, das erst nach 1945 aufgebrochen war, weil die Väter sich mit der Weltkriegsschuld in sich selber zurückgezogen haben. Die Väter der Jahre, in denen Plauen publizierte, waren meiner Meinung nach vom vorherrschenden "Väterbild" (Ernährer, Allesentscheider, Prügelstrafen-Erteiler usw.) vollkommen überfordert, irgendwie hat auch die sog. Jugendbewegung daran nichts ändern können. Deshalb wird der Vater häufig durch den Kakao gezogen bzw. der Sohn ist schlauer oder setzt seine lustigen Streiche durch. Mit Schülern zu besprchen, das würde ich dann parallel dazu Georg K. Glaser, "Geheimnis und Gewalt" lesen (ist auch für das dt-frz. Verhältnis ein interessanter Autor, er war Kommunist und ließ sich vor 33 als Schmied in Frankreich nieder und "spielte", um dem KZ zu entgehen, den Franzosen, sogar noch, als er zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert wurde. Der erste Satz von "Geheimnis und Gewalt" lautet: "Er hat acht Kinder in die Welt gesetzt und alles getan, um sie wieder abflatschen zu sehen", zu der Problematik der patriachalen Väterrolle sind auch viele Texte von Remarque oder Tucholsky (kritisch zu lesen!) interessant.

    9
    Mercredi 4 Août 2010 à 13:48

    Wenn du die Geschichten im Unterricht machst, sprichst du dann auch über den Autor und sein Leben? Das finde ich wirklich ziemlich interessant. Auch dass er mit Erich Kästner befreundet war, ich hatte keine Ahnung. Nun habe ich doch was von dir gelernt.

    8
    karinkornelia Profil de karinkornelia
    Mardi 3 Août 2010 à 18:43

    Kennst du die bescheuerte Aktivia-Werbung, bei der Frauen sich erzählen, dass sie sich immer so aufgebläht fühlen, und die andere hat dann Aktivia, damit geht es gleich besser. DAS möchte ich mal mit Männern sehen. Nur Frauen lassen sich in der Werbung derart belämmert darstellen.

    7
    hdorn
    Mardi 3 Août 2010 à 15:11

    Werner wurde uns mal ganz wärmstens von unserem Assi empfohlen, Maus ging mir unter die Haut, vielen Dank für deinen Link!

    6
    hdorn
    Mardi 3 Août 2010 à 15:07

    Ja, über Inkontinenz klagende Männer habe ich auch noch nie gesehen, bei uns gibt es in den üblichen Programmen fast keine Reklame mehr, wenn ich denn mal gucke!

    Du bringst mich zum Lachen! Inkontinenz! Aber  über Impotenz und Partnerprobleme wird aber schon gesprochen.

    4
    karinkornelia Profil de karinkornelia
    Mardi 3 Août 2010 à 13:16

    WIR habe das hinter uns, aber was ist mit der nachwachsenden Generation? Oder mit einfach gestrickten Frauen? Ich habe mir mal den Spaß gemacht, im Geiste in Werbefilmen Frauen und Männer auszutauschen, da merkt man dann, wie stereotyp die Rollen noch verteilt sind. Ein Mann klagt dem anderen seine Inkontinenz und und bekommt Empfehlungen für eine Art Binde? Oder eine Frau lässt sich entspannt mit ihrer Flasche Jever Pils in die Dünen fallen?

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    3
    hdor Profil de hdor
    Mardi 3 Août 2010 à 12:30

    Deine Bemerkungen nehme ich mir zu Herzen, aber diese Untersuchungen haben wir doch schon lange hinter uns, nicht wahr?

    In meiner Studienzeit habe ich Schneider-Bücher (Hanni und nanni, Dolly und ihr Pony etc) untersucht, einfach ätzend, was ich da alles in mich hineingelesen habe...

    Ich bin eine Frau meiner Zeit, habe Gottseidank Freundinnen, die ihr Leben mit Kindern, ohne Kinder, mit Männern oder ohne diese, mit einer Partnerin oder ohne meistern,

    und auf e.o. plauen lasse ich erst mal nichts kommen ;-) 

    2
    Mardi 3 Août 2010 à 11:59

    Man könnte diese verstaubten Karikaturen mal auf ihr Frauen- und Männerbild hin untersuchen. Mami kocht, Papi spricht das Machtwort, Papi liest, Vater und Sohn bilden ein Gespann, das von Mami nur bedient wird.

    1
    Mardi 3 Août 2010 à 11:53

    Vor 25 Jahren musste ich am CRDP auch schon Vater und Sohn - Geschichten didaktisieren. Das ist wahrscheinlich wie der kleine Nick bei uns. Hast du zufällig die Titanic von August gesehen? Hinten drauf in voller Schönheit M. Sakozy.

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