• Der Teppich

    Ja ja , sagte der alte Oberförster -

    Hugo war sein Name -

    und schwang sich von Kronleuchter zu Kronleuchter,

    um den Teppich zu schonen und seinem Sohn das Studium zu ermöglichen.

    ja ja, sagte der alte Oberförster -  usw.

     

    Teppichboden in einem Hotelzimmer , so farbschön , dass ich ihn fotografiert habe.

    Teppich

     

    "immer schön auf dem Teppich bleiben"

    realistisch, vernünftig bleiben, nicht übertreiben : ne pas exagérer

    "den roten Teppich  für jemanden ausrollen"

    einen Gast mit höchsten Ehren empfangen

    "etwas unter den Teppich kehren"

    balayer sous le tapis?? etwas verheimlichen, vertuschen, verschweigen; nicht offen reden, nicht alles sagen, Probleme nicht besprechen

    Liegt etwas unter dem Teppich, sieht man es nicht, obwohl es eigentlich ganz nah ist. Alle laufen darüber, ohne es zu sehen.

     

    "etwas aufs Tapet bringen"

    etwas zur Sprache bringen, siehe Kommentar von Petit Larousse, mille merci !

     

    Else Lasker-Schüler

    Ein alter Tibetteppich

    Deine Seele, die die meine liebet,

    Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet.

     

    Strahl in Strahl, verliebte Farben,

    Sterne, die sich himmellang umwarben.

     

    Unsere Füße ruhen auf der Kostbarkeit,

    Maschentausendabertausendweit.

     

    Süßer Lamasohn auf Moschuspflanzenthron,

    Wie lange küsst Dein Mund den meinen wohl

    Und Wang die Wange buntgeknüpfte Zeiten schon?

                                                                    (1910)


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  • Commentaires

    2
    hdor Profil de hdor
    Lundi 27 Septembre 2010 à 19:44

    Hieß sie nun Käthe oder Grete?

     

    merci pour l'expression , je vais l'inclure d'ici peu ...

    1
    Petit Larousse Profil de Petit Larousse
    Lundi 27 Septembre 2010 à 11:22

    "...seine (des Oberförsters) Tocher hieß Grete,

    saß am Fenster und nähte.

    Pitsch, stach sie sich in den Finger!"

    so kenne ich die Fortsetzung. Zu den Redensarten wäre noch zu ergänzen: "Aufs Tapet bringen", Tapet = ursprünglich lat. tapetum oder tapoes, tapetis, (Decke, Teppich). Das Kölner "Hänneschen", unser Grand Guignol mit rot-weiß gestreifter Zipfelmütze und einer Entourage von Kölner Originalen (seine ewige Verlobte Bärbelche, der Polizist Schnäuzerkowski, Tünnes und Schäl als Bohemien und Prolet, Speumanes als unappetitliches Kerlchen, das dauernd spuckt u. v. a.) ist ein ins 19. Jahrhundert zurück reichendes Traditions-Puppentheater mit aktuellen zeitkritischen Anspielungen. Deren Wahlspruch hieß, seit ca. 1900 überliefert, "Wat hück passeet, kütt ovens op tapet", zu deutsch: Was heute passiert, wird abends auf der Puppenbühne thematisiert.



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