• Abitur 2010 LV1

    Es handelt sich um zwei Texte,  beide von einem Ich-Erzähler, der zu Beginn noch ein Junge ist.  Die Personen wohnen  in der DDR, die Geschichte spielt vor dem Mauerbau und der Junge erlebt die Weltmeisterschaft 1954 mit.

     

    Das Thema kann auch im Unterricht an Hand des Filmes "Das Wunder von Bern" behandelt werden.

    Ich schlage hier eine Berichtigung des ersten Aufsatzes vor. Die Mutter des Jungen ist schon einmal , gemeinsam mit ihrem Sohn , in den Westen getrampt und findet das Leben dort viel interessanter . Allerdings kann sie ihren Mann, den Vater des Jungen, nicht überreden, in den Westen zu gehen, um ein neues Leben aufzubauen.

    Die Aufgabe besteht darin, einen Brief der Mutter an eine Freundin im Westen zu schreiben. Ich werde versuchen, einen Text von 150 Wörtern zu verfassen.

                                                                                   Berlin, den 14.Oktober 1954

    Liebe Kriemhild,

    wie geht es euch in Bonn? Wir haben lange nichts mehr voneinander gehört, aber ich denke oft an dich und an unsere Jugendzeit in Lübeck.

    Das Leben in der DDR ist nicht so einfach, auch wenn unser Staat noch sehr jung ist. Es gibt so viele Probleme hier, die man sich vor kurzem noch gar nicht vorstellen konnte. Nach dem Aufstand ist alles noch viel schlimmer geworden.

    Ich habe das Gefühl überall kontrolliert zu werden, und es würde mich nicht wundern, wenn der Staat uns einsperren würde.

    Und wie gern denke ich an die Reise mit Jörg zurück! Wie unglücklich bin ich jetzt! Ich sollte es noch einmal versuchen, um Jörg zu ermöglichen, in Freiheit aufzuwachsen.

    Er ist ein begeisterter Fußballspieler und hat sich auch das Endspiel der WM  in einem Lokal der Partei angesehen. Doch hatte er den Eindruck, dass alle Personen in dem Lokal nur für die Ungarn halten durften!! Er war von Anfang an für die Mannschaft von Sepp Herberger und durfte sich nicht richtig freuen.

    So hat die Politik sogar Einfluss auf die Meinung , was den Sport betrifft. Die Leute hier dürfen nicht einmal mehr für ihre Lieblingsmannschaft jubeln!

    Weißt du noch, wie ich nach dem Krieg gern Reporterin geworden wäre? Das war doch einer meiner Wünsche und leider habe ich ihn nicht in die Tat umgesetzt.

    Dann hätte ich vielleicht im Westen studiert. Aber Journalistin zu sein ist mir hier ganz und gar verboten, dennoch gäbe es so viel zu sagen in diesem Staat.

    Ich hoffe, dass dieser Brief dich wohl erreicht und dass du mir antworten wirst.

    Falls mein Mann doch damit einverstanden ist, in den Westen zu ziehen - es wird immer schwieriger - werde ich es dir sagen. Vielleicht werde ich dich dann anrufen.

    Ich umarme dich und warte schon ungeduldig auf deine Antwort.

    Alles Liebe,

    deine Susanne

     

     

     


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  • Commentaires

    1
    Dagalfarn
    Mercredi 21 Juillet 2010 à 19:24
    306 mots sur 130 c'est quand même abusé!
     
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